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DOCUMENT 93 MARCH
1901
spezifische
Wärme
zeigen,
sämmtlich
durchsichtig
&
zeigen
kontinuierliche
Absorptionsspektra,[8]
während
zum Beispiel
Hg
das
Doulong
Petitsche
Gesetz
ziemlich
erfüllt und vollkommen
undurchsichtig
ist[9].
Ich
glaube
geradezu,
daß das Gesetz
gilt:
Doul. Gesetz
erfüllen
nur
undurchsichtige
Sub-
stanzen.
Durchsichtige
haben
stets
kleinere kinetische
Energie.
Gase werden
sich
wohl leider
wegen
der
Unstetigkeit
der
Erscheinungen
bei ihnen,
kaum
zur
Lösung
des Rätsels heranziehen lassen. Doch
zeigen
Verbindungen
von
großer
"innerer"
Energie bandenförmige Absorptionsspektra[10].
Wie
steht
es
denn mit der
spezifischen
Wärme
des
Glases
in
Berücksichtung
seiner
Zusammensetzung.
Es
müßte
im
Vergleich zu
seiner
Molekülzahl eine kleine
Molekularwärme
haben[11]. Sieh
doch einmal
nach,
ob Du nichts
darüber
finden kannst!
Was treibst Du denn
immer,
kleine
Schelmin?
Koch
Dir
nur
oft ein
schönes
Gofeerl[12]
und laß Dir nichts
abgehen.
Ich denke
viel
an
Dich
(ganz
unauf-
gefordert)
und
freue
mich immer noch
darüber,
wie
vergnügt
Du
am
letzten
Tage
unseres
Beisammenseins
gewesen
bist.
Sei
bei der
Gelegenheit gleich
aufs
liebe
Mäulchen
geküßt,
damits
ja
nicht
vergeht.
Denk
Dir
einmal,
was
ich
alles
in
Zürich
gelassen
habe!
Mein Nachthemd
& meine
Waschsachen & Zahnbürstchen & Kamm & Haarbürste.
Schicke
doch alles
an
meine
Schwester
(Töchterheim Aarau)
Sie
kanns nachher
mitnehmen.[13]
Ist ein
Glück,
daß wir die Axenstraße nicht
gemacht
haben.[14]
Das
wär eine
saubere Patscherei
gewesen.
Man hat nicht einmal
aufs
andere Ufer
gesehen.
Ich
bin auf
der
Reise
mit
zwei
jungen
Burschen
gereist.
Auf einmal stellt
sichs
heraus,
daß der
eine 4
Semester
in
Göttingen
Mathematik
&
Physik
studiert
hat!
Du kannst Dir lebhaft
denken,
wie ich
ihn nach den
dortigen
Verhältnissen
ausfragte.
Auch
fachsimpelten
wir viel in Erkenntnistheorie.
[8] Einstein
seems
to
have been
contrasting
the
specific
heats of
organic
and
inorganic
substances. The tables
in
Landolt and
Born-
stein
1894, e.g., pp.
324-330 and
pp.
333-338,
do
not
support
his claim.
For
a
survey
of
con-
temporary
results
on
the
absorption spectra
of
organic compounds, see,
e.g.,
Ostwald
1891,
pp.
465-468.
[9]
See, e.g.,
Wüllner
1896, p.
616.
[10] Band
spectra
were
held
to
arise from
the
complex
internal
structure of
molecules
(see, e.g.,
Ostwald
1891, p. 262),
and hence
could
be
associated with
large
internal
ener-
gies.
For the extension of the
Dulong-Petit
law
to compounds,
called Neumann's
law, see,
e.g.,
Wüllner
1896,
pp.
621-622.
[11] See Winkelmann 1893a
and
Winkelmann
1896,
p.
351,
for
data that bear
out
Einstein's
conjecture,
and
a
discussion of the relation-
ship
between observed and
computed
values
of
specific
heats
for
various
glasses.
[12]
A
diminutive form
of
"Kaffee."
[13]
Maja
Einstein's
schoolyear
at
the
Töchterinstitut Aarau
was
almost
at
an
end
(see
Jahresbericht Aarau
1901,
p.
4).
[14]
The Axenstraße
runs
between Brunnen
and
Flüelen,
parallel
to
the
eastern
shore of
the
Lake of Uri.
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