DOC. 38 THEORY OF SPECIFIC HEAT 387
188 A. Einstein.
Die
beiden oben
genannten
Schwierigkeiten
werden durch
die
neue
Auffassung beseitigt,
und
ich halte
es
fur wahr-
scheinlich,
daß letztere
sich
im
Prinzip
bewähren
wird.
Daran,
daß
sie den
Tatsachen exakt
entspreche,
ist natürlich nicht
zu
denken. Die festen
Körper
erfahren beim Erwärmen
[29]
Änderungen
der molekularen
Anordnung
(z.
B. Volumände-
rungen),
die mit
Änderungen
des
Energieinhaltes
verbunden
sind;
alle festen
Körper,
die
elektrisch
leiten,
enthalten frei
bewegliche Elementarmassen,
die
zur
spezifischen
Wärme einen
Beitrag
liefern;
die
ungeordneten Wärmeschwingungen
sind
vielleicht
von
etwas anderer
Frequenz
als die
Eigenschwin-
gungen
der nämlichen
Elementargebilde
bei
optischen
Prozessen.
Endlich aber ist die
Annahme,
daß die
in
Betracht kommen-
den
Elementargebilde
eine
von
der
Energie (Temperatur)
unab-
hängige Schwingungsfrequenz besitzen,
ohne Zweifel
unzulässig.
Immerhin ist
es
interessant,
unsere
Konsequenzen
mit
der
Erfahrung
zu
vergleichen.
Da
es
sich
nur um
rohe An-
näherung handelt,
nehmen
wir
gemäß
der
F.
Neumann-Kopp-
schen
Regel
an,
daß
jedes
Element,
auch
wenn
dasselbe abnorm
kleine
spezifische
Wärme
besitzt,
in allen seinen
festen Ver-
bindungen
den
gleichen Beitrag
zur
molekularen
spezifischen
Wärme liefere. Die in nachstehender Tabelle
angegebenen
Zahlen sind
dem
Lehrbuche der Chemie
von
Roskoe
ent-
nommen.
Wir
bemerken,
daß alle Elemente
von
abnorm kleiner
Atomwärme kleines
Atomgewicht besitzen;
dies ist nach
unserer
[30]
Element
Spezifische
Atomwärme
^ber.
S und
P
5,4
42
Fl
5 33
O
4 21
Si
3,8
20
B
2,7
15
H
2,3
13
C
1,8
12
Auffassung
zu
erwarten,
da
ceteris
paribus
kleinen Atom-
gewichten große
Schwingungsfrequenzen entsprechen.
In der
letzten
Spalte
der
Tabelle sind die Werte
von
X
in
Mikron
angegeben,
wie sie sich
aus
diesen Zahlen
unter
der
Annahme,
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