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In Verband mit einer Circulareinladung die jetzt verschiedene Physiker für Mit-
arbeit an Lenard-Festschrift erhalten haben bitte ich Dich mir an Adresse Bohrs
umgehend mitzutheilen, ob auch Du dazu eingeladen
bist.[4]
Herzl. Grüße Dir und Euch allen Dein
P. Ehrenfest
AKS. [10 002]. The letter is addressed “Prof. A. Einstein Berlin Haberlandstr 5.,” and postmarked
“Bureau Reexp. Oe Kristian[ia] II” with return address “P. Ehrenfest bei Prof. N. Bohr Kopenhagen
Blegdamsvej 15.”
[1]Ehrenfest’s daughter Tatiana (1905–1984) and Gijsbert van Aardenne (1888–1983), with whom
he was traveling in Scandinavia. See also Paul Ehrenfest to Einstein, 27 December 1921 (Vol. 12,
Doc. 343).
[2]Heinrich J. Goldschmidt (1857–1937) and Victor M. Goldschmidt (1888–1947), both Profes-
sors of Physical Chemistry at the University of Christiania.
[3]Tofte is a small village in the Norwegian county of Buskerud. Gudbrandsdalen lies in the Nor-
wegian county of Oppland.
[4]Philipp Lenard (1862–1947) was Professor of Physics at the University of Heidelberg and a
vocal opponent of the theory of relativity. Invitations for contributions to Lenard’s sixtieth birthday
Festschrift were sent by August Becker, Extraordinary Professor of Theoretical Physics at the Uni-
versity of Heidelberg and former student of Lenard (see Hans Geitel to Wilhelm Wien, 28 March 1921
[GyMDM, Nachlass Wilhelm Wien, NL 056-007, Vorl. Nr. 0035]).
9. To Hermann Anschütz-Kaempfe[1]
[Berlin,] 9. I. 22.
Lieber Herr Anschütz!
Sie haben also mit Ihrer Andeutung wirklich Ernst gemacht, wie ich aus einer
Mitteilung meiner Kinder
sehe.[2]
Ich sehe dies mehr als ein Geschenk, nicht als
ein von mir Verdientes an und fühle mich verpflichtet, Ihnen ausdrücklich zu sagen,
dass ich jene Aeusserung von Ihnen als den Ausdruck eines flüchtigen Gefühls
aber nicht wie eine Abmachung ansehe, zumal ja die Zeiten ökonomisch noch
schlimmer zu werden versprechen. Den Übergang zur Wasserfüllung sehe ich ger-
ne, da so keine nennenswerten festen Rückstände aus der Elektrolyse entstehen.
Wenn es nur gelingt, die Elektroden genügend widerstandsfähig zu
machen.[3]
Kommt nicht eine Isolierschicht für dieselben mit grosser Kapazität in Betracht?
Ich bin neugierig auf Herrn Schulers Resultate. Wenn auch wahrscheinlich
nichts herauskommt, so wäre doch ein positives Resultat von gewaltigem Interesse,
sodass ein Versuch sehr wohl gerechtfertigt erscheint. Über das Wie habe ich mich
mit Herrn Dr. Schuler
geeinigt.[4]
Das Licht-Experiment ist nun fertig, und zwar mit
sicherem negativem Ergebnis. Die Undulationstheorie ist damit auf dem eigentlich
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