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Auftreten in Amerika überall erforderlich, sonst kriegt man nirgends bezahlt und
wird gering
eingeschätzt.[6]
TLS (TxU-Hu). Solovine 1956, pp. 34–35. [80 838]. A TLC [21 157] and a draft in Ilse Einstein’s
hand [21 158] with minor textual differences are also available. The letter is addressed “M. Dr. M.
Solovine Paris.”
[1]Solovine (1875–1958) was a close friend of Einstein’s and a frequent translator of Einstein’s
work into French.
[2]Solovine had solicited a book from Einstein for an educated audience, possibly based on
Einstein’s Berlin lectures (see 6 December 1921 in Vol. 12, Calendar).
[3]Solovine planned to translate Einstein 1922c (Vol. 7, Doc. 71), to be published by Gauthier-Vil-
lars (see 6 December 1921 in Vol. 12, Calendar).
[4]Minnie Carl Untermyer (1859–1924) was a supporter of educational and arts programs. Six
months earlier, Einstein had suggested that Solovine request assistance from the Untermyers in orga-
nizing a lecture tour in the United States (see Einstein to Maurice Solovine, 25 June 1921 [Vol. 12,
Doc. 157]).
[5]Solovine had taken private lessons with Einstein in Bern and, together with Conrad Habicht,
they established the “Olympia Academy,” an informal discussion group on philosophical issues (see
Vol. 5, Biographies, pp. 641–642).
[6]Postscript added in Einstein’s hand. Ilse Einstein’s greetings are omitted.
17. From Eberhard Zschimmer[1]
Jena, Reuterstrasse 59, 14. 1. 22.
Hochverehrter Herr Professor!
Den Gedanken, mit Ihnen eine Unterredung über die bewussten Probleme her-
beizuführen hatte ich offen gestanden, schon längst; aber wie hätte wagen können,
Ihnen derartges zuzumuten? Ich schätze mich glücklich, dass Sie selbst dazu ge-
neigt sind, auf Dinge überhaupt ernsthaft einzugehn, die ich in meinem dummen
Laienverstand für wichtig halte—mit dem dunklen Gefühl, dass von Ihrer hohen
Warte aus, dieses alles doch nur lächerliche Begriffsschwierigkeiten sein könnten,
die verschwinden, sobald man das mathematische Zeug dazu hat, um die Schluss-
folgerungen aus Ihrer Theorie selbst zu ziehn. Indessen schreiben Sie mir nun eine
so vielversprechende Karte! Nun, seien Sie unbesorgt; ich mache von Ihrem lie-
benswürdigen Angebot erst dann einmal Gebra[uch,] wenn ich mich vorher bei Ih-
rem „Schutzengel“ erkundigt habe, wie Ihre Stim[mung] ist, usw. Ausserdem muss
es sich doch auch lohnen für Sie, und das wird ers[t] der Fall sein, wenn ich Prof.
Straubel[2]
soweit gebracht habe, dass der Brennspiegel für meine Messungen aus
der Sphäre der Phantasie in das Reich der greifbaren Wirklichkeit herniedergestie-
gen
ist.[3]
Straubel ist entsetzlich viel beschäftigt; hat man mit ihm eine Idee aus-
gebrütet, so weiss man dann nie, wann er einmal zur Verwirklichung Zeit findet.
Ein kleiner „Tipp“ von Ihnen würde aber, glaube ich, sehr beschleunigend wir-
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