D O C U M E N T 1 0 9 M A R C H 1 9 2 2 2 0 5
auf Meinungsäusserungen der andern
antworte.[8]
Es genügt, wenn ich über den In-
halt kurze Zeit vorher informiert werde. Hierher brauchen Sie mir nichts zu senden.
Lieber Langevin, Sie haben arg viel Mühe mit mir und ein gar undankbares Ge-
schäft damit. Aber wir wollens beide mit Humor betreiben und alles zu vermeiden
suchen, was nicht aus objektiven Gesichtspunkten notwendig ist. Sonst werden nur
wir und andere vergebliche Mühe und Plage haben. Je weniger Ehre, desto mehr
Gemütlichkeit und Freude.
Mit herzlichen Grüssen Ihr
Einstein.
ALSX. [15 356].
[1]Date added in pencil on photocopy, presumably by Langevin’s elder son, Jean (possibly on the
basis of a discarded envelope).
[2]In Doc. 105, Langevin had inquired after the time of arrival of Einstein in Paris.
[3]Einstein last visited Paris in 1913 when he had delivered a lecture to the Societé française de
physique (see Einstein to Marie Curie, 3 April 1913 [Vol. 5, Doc. 435]).
[4]Four sessions were planned at the Collège de France, on 31 March and 3, 5, and 7 April. At the
first one, Einstein would give a regular lecture; the three following ones were more informal discus-
sion meetings (see Nordmann 1922b).
[5]See Doc. 99 and Abs. 117 for the invitation to the special session of the Société française de phi-
losophie. The session took place on 6 April; see Doc. 131 for a printed version of the discussion.
[6]Most likely a reference to what he viewed as the harsh terms of the Versailles Treaty (see, e.g.,
Doc. 14, note 8).
[7]See Doc. 99 for the scheduled meals with Thomas Barclay, Émile Borel, and for a lunch in Bou-
logne.
[8]In Doc. 99, Langevin had asked Einstein to provide a title for his lecture at the Société de philo-
sophie.
109. From Erwin Finlay Freundlich
Potsdam, 24. III. 22
Lieber Herr Einstein
wir übersenden Ihnen einliegendes Schreiben, das an das Ministerium gerichtet
werden
soll.[1]
Wir haben die Angelegenheit in der letzten Sitzung des Kuratoriums
besprochen[2]
und bitten Sie, Ihre Wünsche zu äussern.
Dass ein Vertreter des Ministeriums in das Kuratorium eintreten soll, hat seinen
Grund in einem direkt vom Ministerium geäusserten Wunsche. Da die jährlichen
Zuschüsse des Ministeriums zu der Unterhaltung des Baues und den Kosten der Ar-
beiten nicht unbeträchtlich sind und sogar wesentlich erhöht werden müssen, so er-
schien es uns angebracht, den Wunsch zu berücksichtigen. Ferner halten wir es für
notwendig das Kuratorium etwas zu erweitern, um die Kreise, die bisher das Un-
ternehmen finanziell gefördert haben, an dasselbe zu ketten. Es wurde deshalb von
Dr.
Jeidels[3]
vorgeschlagen den Direktor
Wassermann[4]
von der Deutschen Bank
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