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Deformierung des Moleküls nur einen praktisch bis jetzt verschwindenden Bruch-
teil ausmache“. Auch dieses aber muss ich ablehnen. Es trifft sich, dass ich diesen
Standpunkt schlagend begründen kann und zwar ohnedass es nötig ist auf die Zah-
lenrechnungen zurückzugreifen. In der Tat: Bei allen einatomigen Gasen ist die
Polarisationsanziehung überhaupt die einzige, bis jetzt bekannte, welche in Frage
kommt. Wollen Sie auch hier Orientierungsanziehungen heranziehen nach der
klassischen von van der Waals, junior und von Keesom befolgten
Rechnung,[3]
so
rechnen Sie zugleich implicite aus, dass die Einzelteilchen eine nach dem Aequi-
partitionssatz zu bemessende Rotationsenergie besitzen, d. h. Sie behaupten für die
spezifische Wärme den Wert 5, statt 3. Ihnen brauche ich diese Bemerkung gewiss
nicht weiter auszuspinnen! Ich möchte Sie nur noch darauf hinweisen, dass 1)
Zwicky in der Phys. Zeitschr. gezeigt hat, dass die Polarisationskräfte auch in ihrer
theoretischen Temperaturabhängigkeit den praktischen Verlauf der Anziehung bei
den Edelgasen
darstellen[4]
und 2) Keesom seine Rechnungen für Wasserstoff in-
zwischen durch Berücksichtigung der Polarisationskräfte vervollständigt
hat.[5]
Was die Grössenordnung betrifft kann man also folgendermassen präcisieren: die
Polarisationsanziehung ist von derselben Ordnung wie die gesamte bei Edelgasen
beobachtete Attraktion.
Eine Rückäusserung von Ihnen würde ich sehr gerne erhalten.
Mit bestem Gruss Ihr
P. Debye
TLS. [9 140]. Written on letterhead “Professor Dr. P. Debye Physikal. Inst. d. Eidgen. Techn. Hoch-
schule Zürich.” “Privatadresse: Walchestr. 19” added in typescript.
[1]The nonextant reply to Doc. 124.
[2]Debye’s quotation paraphrases the statement on p. 261 of Nernst 1921.
[3]Waals Jr. 1909 and Keesom 1912, 1915 investigate the influence of intermolecular attractive
forces due to electrical doublets and quadruplets.
[4]See Zwicky 1921.
[5]See Keesom 1922.
144. From Paul G. Tomlinson[1]
Princeton, New Jersey, April 14, 1922
My dear Professor Einstein-
We have received the proof sheets of your book and the translation is now
complete.[2]
It has been suggested by one of the members of the Mathematics
Department here at
Princeton[3]
that possibly the book would have more appeal to
the general reader if certain passages in it which are rather technical could be
explained and somewhat simplified. The suggested method of doing this is either
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