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Hoffentlich ist Tetes Zustand nicht beunruhigend. Seine Drüsen sollen nicht in
Ordnung sein; ich weiss, was das
bedeutet.[3]
Seien Sie herzlich gegrüsst von Ihrem
Einstein
Glauben Sie, dass ich Recht gehabt habe mit meiner Absage an den Völker-
bund?[4]
AKS (SzZuZB, Nachlass H. Zangger, box 1a). Schulmann 2012, p. 390. [89 504].
[1]Zangger (1874–1954) was Professor of Forensic Medicine at the University of Zurich and direc-
tor of its Forensic Medicine Laboratory.
[2]See similar comments in Einstein’s letters to Hermann Weyl of 23 and 26 May (Docs. 40, 45).
[3]Three days earlier, Mileva had informed him that Eduard needed to take the waters due to a
recently diagnosed glandular condition (see Doc. 46). Six years earlier, Einstein had expressed his
opinion that Eduard had inherited his tuberculosis from Mileva’s scrofula and glandular inflamma-
tion. This led him to write that Eduard would never “become a complete human being” (“Es ist aus-
geschlossen, dass er ein ganzer Mensch wird”; see Einstein to Michele Besso, 9 March 1917 [Vol. 8,
Doc. 306]).
[4]See Doc. 5.
50. To Mileva Einstein-Maric
[Berlin,] 30. V. 23.
Liebe Mileva
Heute kam Dein Flugpostbrief. Ich muss mich nur immer aufs Neue über Deine
Undankbarkeit und Dein Misstrauen
wundern.[1]
Aber ich werde mich dadurch
nicht abhalten lassen, die in Euerm Interesse richtigen Dispositionen zu treffen.
45000 fr gehen an Albert Karr für Dich ab mit der Bestimmung, dass sie als An-
zahlung für den Hauskauf verwendet werden sollen, wenigstens in der Haupt-
sache.[2]
Der Rest des N. Pr. geht an Ladenburg Thalmann & Co. New York und
wird dort auf Deinen Namen deponiert. Die Zinsen erhältst Du, die Verwaltung
steht mir zu. Herr Koppel hat mir geraten, es so zu machen, aus technischen
Gründen.[3]
Die Papiere müssen nämlich in Amerika gekauft werden und auch die
Verwaltung empfiehlt sich so. Ich möchte noch eine geschiedene Frau sehen, der
man alles opfert, und die sich so schlecht dabei benimmt.
Albert.
ALS (SzZ-Ar). [89 571].
[1]In Doc. 46, Mileva had expressed her opposition to Einstein’s decision to invest part of the Nobel
Prize money overseas.
[2]See Doc. 37.
[3]Einstein asked Leopold Koppel to make the necessary arrangements in Doc. 39.
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