104 DOCUMENT 88 FEBRUARY 1908
Annalen
("Ist
die
Trägheit.
.
.")[3] so
verstanden,
daß die
Abgabe
von
Energie
lediglich
eine
Veränderung
in der scheinbaren Masse
bedeute,
daß diese also
zusammengesetzt
sei
aus
einer
eigentlichen
Masse und der Zusatzmasse:
Energie
c
2--.
Die Planck'sche
Formel[4]
m
=
-
schien mir wesentlich
neu
zu
c c
sein
in ihrer radikalen
Auffassung.
Nachdem ich Ihren
Jahrbuchbericht[5]
ge-
lesen habe und weiter über die
fraglichen
Verhältnisse
nachgedacht
habe,
sehe ich freilich
ein,
daß die Deduktionen Planck's Ihre
damalige
Abhand-
lung
zur
Wurzel haben.
Falls Sie
übrigens glauben,
Herr
Kollege,
daß ich Ihren
Arbeiten
nicht
ge-
nügend Gerechtigkeit
wiederfahren
lasse,
so
befinden
Sie sich in
einem
gro-
ßen Irrtum. Ich
trete,
wo
ich kann für Sie
ein,
und
es
ist mein
Wunsch,
daß
mir recht bald
Gelegenheit gegeben
würde,
Sie für eine theoretische Profes-
sur
in Deutschland
vorzuschlagen.
Auch
um
den Fluoreszenz-Artikel habe
ich Sie
unter
diesem
Gesichtspunkt
gebeten.[6]
Die
Bestimmung
der Zeit der
Ablieferung
Ihres
Manuskriptes
überlasse ich Ihnen. Die
fraglichen
Arbeiten
rühren
von
Nichols her und finden sich im
Original
in
Phys.
Rev.
18,
19,
20.[7]
Mit
vorzüglicher
Hochachtung
Ihr
ergebener
J.
Stark.
ALS.
[22
325].
[1]Einstein's
complaint
about
priority is expressed in
Doc.
85.
See also
Doc.
70,
note 3,
for
more on
Stark's
statements
that caused Einstein's
complaint.
[2]Stark 1907a.
[3]Einstein
1905s
(Vol. 2,
Doc.
24).
[4]In
Stark 1907a the
mass-energy
relation
is
attributed
to
Planck
(Planck 1907a).
[5]Einstein 1907j (Vol. 2,
Doc. 47).
[6]Stark's
request
is
first made in Doc.
82.
[7]Edward L. Nichols;
see
Nichols
and Merritt
1904a, 1904b, 1904c, 1904d, 1904e,
1904f,
1904g, 1905.
88. To
Johannes Stark
Bern
22.
II 08.
Hoch
geehrter
Herr Professor!
Wenn
es
mir schon
vor
Empfang
Ihres
Briefes[1]
leid
that,
dass ich
mir
durch eine kleinliche
Regung jene Aeusserung
über Priorität in der bewussten
Sache diktieren
liess,
zeigte
mir Ihr ausführlicher Brief
erst
recht,
dass meine
Empfindlichkeit
übel
angebracht
war.
Die
Leute,
denen
es
vergönnt
ist,
zum
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