184 DOCUMENT 159 MAY 1909
Wir
wollen also sicher
unsere
Reise im Sommer
zusammen
machen. Ich
konnte
nur
nichts
sagen,
weil Grossmann dabei
war.[3]
Dieser ist wirklich
so
nett
und
einnehmend,
wie kaum
einer,
ich möchte
sagen
unwiderstehlich.
Mit besten Grüssen Dein
Einstein.
PS.
Wir
gehen
dann vorsichtshalber nicht nach
Italien,
sondern
nur
ins
Ge-
birge,
weil
sonst
für Dich ein Rückfall
zu
befürchten
wäre.
ALS
(Regula
Ehrat, Zurich).
[74
500].
The
envelope
is
addressed "Herrn Jakob Ehrat Garten-
hofstr
1,
Zürich,
"
and
postmarked
"Bern
Brf.Exp.
17.V.09.X."
[1]"Karl
der
Grosse,"
part
of
a
chain of
restaurants
of the "Züricher Frauenverein für alko-
holfreie
Wirtschaften," is
located
at
Kirchgasse 14 in
Zurich.
[2]For
an
earlier indication of Einstein's
digestive
problems, see
Doc.
96.
[3]Marcel
Grossmann.
159.
From Jakob Laub
Heidelberg,
Handschuhsheimer Landstr.
10 16/V. 09
Lieber Freund!
Ihre Postkarte hat mich sehr
gefreut.
Es
war
höchste
Zeit,
dass
Sie einmal
aus
dem Patentamte
wegkommen.
Über Ihre
Berufung[1]
kann
man nur
sagen:
"Justum et
dignum
est". Ich möchte
Ihnen,
wie auch Ihrer Frau Gemahlin
nochmals herzlichst
gratulieren.
Hoffentlich
ist auch die
Besoldung
nicht
schlecht.[2]
Was
mich
betrifft,
bin ich auch
aus
materiellen Gründen
von
Würzburg
weggegangen.[3]
Mit
Wien[4]
stehe
ich sehr
gut;
es
scheint,
ich hätte bei ihm
eine Assistentenstelle
bekommen,
wenn
ich
ihn darum ersucht hätte.
Es
scheint,
man
hat dem Wien die
Meinung beigebracht,
dass ich
überhaupt
auf
keine
Stellung
in
Deutschland reflektiere. Ich werde Ihnen
gelegentlich
dar-
über manches erzählen.
Allgemein
kann ich Ihnen
sagen:
Wien
ist durch und
durch
"gentelman"; er
ist wirklich ein edler
Charakter,
der
es
mit der Wissen-
schaft
ernst
meint.-
Was
Lenard
betrifft,
ist
er ja
überall
als
Satrap
bekannt,
der die Assistenten
sehr
streng
behandelt. Nach meiner
Meinung
verdienen
es
die
Leute,
denn
warum
fallen sie
überall auf den Bauch. Ich kann Ihnen
nur
sagen,
dass
Lenard mir
gegenüber
einen
ganz
andern
Ton
einschlägt,
und dass ich die
vollste Freiheit habe.
Mit der Ionisationsarbeit bin ich
jetzt
sehr
beschäftigt.[5]
Das
Würzburger
Institut
war
für die Arbeit nicht
geeignet.
Die
Schwierigkeit
ist zunächst
die,
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