10 DOCUMENT
5
JANUARY 1903
(see
Schriften-Kontrolle für Kantonsfremde Aufenthalter
1899-1902, SzBe-Ar, 2.2.1.1.113,
"E,"
no.
101).
[2]Hermann Einstein died
on
10
October after
giving
his
consent to
the
marriage
on
his
deathbed
(see
Winteler-Einstein
1924,
p.
20).
[3]After the death of her husband Pauline Einstein lived with her sister
Fanny
(1852-1926)
and brother-in-law Rudolf Einstein
(1843-1928) in
this
town
in present-day Württemberg (see
Vol.
1,
Biography,
p.
380).
[4]The
Hungarian
form of the
name
Marid.
[5]MiloS
Marid
(1846-1922).
[6]Marija
Marie,
nee
Ruzsic
(1847-1935).
[7]The
authorizations for
publishing
the banns
(Eheverkündungen)
in
Üjvidek (Novi Sad,
Neusatz), Bern,
and Zurich
are
in
the SzBeZ.
The Zurich
registry
confirmed Einstein's
eligibility to marry
by
certifying
his
receipt two
years
earlier of Zurich
municipal citizenship
(see
the
declaration of
16
December
1902,
signed
by
the Zurich
registrar,
Jakob
Schulthess, in SzBeZ).
Einstein and Marid
petitioned
for
publi-
cation of the banns the
same day
that
they
were
posted
in
Bern
(see Eheversprechen
of
17
De-
cember
1902,
SzBeZ).
[8]Ludwig
Emil Gauchat
(1838-1905).
5. To
Michele Besso
Bern.
Donnerstag.
[22?
January 1903][1]
Lieber
Michele![2]
Besten Dank
für Deinen lieben Brief. Ich bin also
jetzt
ein verheirateter
Ehemann[3]
und führe mit meiner Frau ein sehr
nettes
behagliches
Leben. Sie
sorgt ausgezeichnet
für
alles,
kocht
gut
und ist immer
vergnügt.
Auf
die
Notiz
über Deine
Arbeit bin ich sehr
neugierig
und nicht
wenig
erfreut über die
zar-
te
Schmeichelei,
die
Du
damit verbunden hast. Meine Arbeit hab ich
nun
end-
lich
vorgestern Montag abgeschickt
nach vielfachem Umarbeiten und
Ver-
bessern.[4]
Jetzt aber ist sie vollkommen klar und
einfach,
so
daß ich
ganz
zufrieden damit bin. Unter
Voraussetzung
des
Energieprinzips
und der
ato-
mistischen Theorie
folgen
die
Begriffe Temperatur
und
Entropie,
sowie mit
Benützung
der
Hypothese,
daß
Zustandsverteilungen
isol.
Systeme
niemals
in
unwahrscheinlichere
übergehen,
auch der zweite
Hauptsatz
in
seiner
allge-
meinsten
Form,
nämlich die
Unm[öglichkeit]
eines
perpetuum
mobile zwei-
ter
Art.
Letzte Woche hatte
Miza[5]
die Influenza und
jetzt
hab ich
sie.
Ich konnte
heute
unmöglich
ins
Amt;
indessen ist
es
schon wieder
besser,
sodaß ich
mor-
gen
wohl wieder auf dem Posten sein werde.
Jetzt aber kommt eine
ganz
komische
Angelegenheit.
Hast
Du
vielleicht
gemerkt,
daß meine Schwester
trotz
ihres schönen
Gehaltes[6]
nie Geld hat
und weißt
Du,
woher das kommt? Das verhält sich
folgendermaßen.
Der frü-
Previous Page Next Page