DOCUMENT 614 SEPTEMBER 1918 873
zur Erholung
fort.[2]
Wir
müssen
aber
jedenfalls zusammen
mit den Behörden
spre-
chen. Ich denke
nun
so
über
Ihren
Vorschlag:
Es
wäre
jammerschade, wenn
wir Sie
nicht
dauernd
hierher bekommen
könnten,
aber
wenn
das
so
ist,
bin ich Ihnen
dankbar
für
jede Stunde,
die Sie bei
uns
lesen würden.
Eben, vorausgesetzt
dass
dauernd
ausgeschlossen
ist,
bin ich sehr für Ihren
Vorschlag zu
haben und werde
alles
tun,
damit
er
angenommen
wird. Ich
glaube
auch ziemlich
sicher,
dass die hie-
sige Regierung,
die
auf
alles, was
vernünftig
ist, hört,
auf
Ihren
Vorschlag
eingehen
wird.
Im
Besonderen hatte ich mir
gedacht,
dass Ihre
Vorlesungen
dann keine
Ferien-
kurse
wären,
sondern im Semester stattfinden würden. Momentan
geht
das
ja
sehr
gut,
denn wie ich
hörte,
machen Sie in Berlin ja schon Ende
Januar
Schluss mit
dem
Semester,
während wir erst
Anfang
März. Sehr schön wären naturlich
Spezialvorlesungen[3]
Ich
glaube
auch
sicher,
dass alles sich
so
erledigen
wird,
dass Sie noch im
Wintersemester
lesen können.[4]
Ich möchte Ihnen auch noch kurz etwas
über
Ihre Notiz in den
Verhandlungen
sagen.[5]
Ich
glaube
der
1
mm
breite dunkle Streifen kommt durch eine Kontrast-
wirkung
zu
Stande.[6]
Sehen Sie sich einmal ein Bild mit der
Lupe an
und decken
Sie
langsam
von
der Seite kommend mit einem
Papier
den helleren Teil
ab.
Alles
bei durchfallendem Licht. Dann verschwindet
der
Streifen.
Man
nimmt
am
besten
ein
Papier,
das das
Licht
ebenso stark
abschwächt
wie
der
dunkle
Teil der Platte.
Sicher lässt sich natürlich meine
Auffassung
erweisen,
indem
man
mit einem Mi-
krophotometer
von
Hartmann die Platte
ausphotometriert.
Leider
haben wir einen
solchen
Apparat
nicht im
Institut, sonst
hätte ich
es gemacht.
Aber in Berlin ist si-
cher einer
vorhanden. Das Ganze erinnert
übrigens an
die
Beobachtungen von
Haga
und Wind
(etwa
1900)
über
die
Beugung
der X-Strahlen
an
einem konischen
Spalt.-[7]
Hoffentlich kann ich Ihnen
recht bald
günstige
Nachrichten
wegen
der Vorle-
sungen
senden. Bis dahin bin ich
mit
den herzlichsten Grüssen
Ihr
Edgar
Meyer.
ALS.
[17 161].
[1]In mid-August,
Einstein had
suggested
to
both
Meyer (Doc. 602)
and Heinrich
Zangger
(Doc. 601)
that he could
not
accept an
offer of
a
fulltime
position
in
Zurich,
but would
come regularly
for
shorter
periods
to
give
lectures.
[2]Two
months
later,
Heinrich
Zangger
spoke
of
recuperating
from
influenza, pneumonia,
and
pleuritis
and
being
sent to Davos,
canton
of
Graubünden
(see
Doc.
648).
[3]Einstein had
proposed
giving
two
series
of
lectures,
each
of
a
five- to six-week duration
(see
Docs. 602 and
601).
He had further
inquired
whether
the lectures
were
to be offered
during
the
aca-
demic
year
and
whether
they
should have
a general or specialized
character
(see
Doc.
602).
Winter
semester
1918/1919
was
to
end
on
1
February
1919
at the
University
of
Berlin
(see
Berlin
Verzeichnis
1918b,
title
page).
[4]Einstein had
suggested as
early
as
end
of
September
1918
or February
1919
(see
Doc.
601).
[5]See
Einstein
1918j
(Vol. 7,
Doc.
6),
in which
Einstein
attributed the
appearance
of
a
bright
rim
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