186 DOC.
15
MOLECULAR
DIMENSIONS
Eine
neue
Bestimmung
der
Moleküldimensionen.
Die ältesten
Bestimmungen
der wahren Grösse der Moleküle
hat
die kinetische Theorie der Gase
ermöglicht,
während die
an
Flüssigkeiten
beobachteten
physikalischen
Phänomene
bis
[5]
jetzt
zur
Bestimmung
der
Molekülgrössen
nicht
gedient
haben.
Es
liegt
dies
ohne Zweifel
an
den bisher unüberwindlichen
Schwierigkeiten,
welche
der
Entwickelung
einer ins einzelne
gehenden
molekularkinetischen Theorie der
Flüssigkeiten
ent-
gegenstehen.
In dieser Arbeit
soll
nun
gezeigt
werden,
dass
man
die Grösse der Moleküle des
gelösten
Stoffs in
einer nicht
dissoziierten verdünnten
Lösung
aus
der inneren
Reibung
der
Lösung
und des reinen
Lösungsmittels
und
aus
der
Diffusion
des
gelösten
Stoffes im
Lösungsmittel
ermitteln
kann, wenn
das
Volumen eines Moleküls des
gelösten
Stoffs
gross
ist
gegen
das
Volumen
eines Moleküls des
Lösungsmittels.
Ein
derartiges
gelöstes
Molekül
wird
sich
nämlich
bezüglich
seiner
Beweglich-
keit
im
Lösungsmittel
und
bezüglich
seiner
Beeinflussung
der inneren
Reibung
des letzteren annähernd wie
ein
im
Lösungsmittel suspendierter
fester
Körper
verhalten,
und
es
wird erlaubt
sein,
auf
die
Bewegung
des
Lösungsmittels
in
unmittelbarer Nähe eines Moleküls die
hydrodynamischen
Glei-
chungen
anzuwenden,
in
welchen
die
Flüssigkeit
als
homogen
betrachtet,
eine molekulare
Struktur
derselben also nicht be-
rücksichtigt
wird. Als
Form der festen
Körper,
welche
die
gelösten
Moleküle darstellen
sollen,
wählen
wir
die
Kugelform.
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