D O C U M E N T 2 4 7 M A Y 1 9 2 4 3 7 9
Ich möchte aber nicht, dass die Familie alles liquide Geld so anlegen wurde, Ich
weiss auch nicht, wie es jetzt angelegt, ob man es ohne Verlust flüssig machen kann
Ich habe alle diese Dinge gestern Abend
Albert[10]
angedeutet (er war etwa 2
Stunden bei mir) ist fest, gründlich, ehrlich zuverlässig u überlegt alles, wenn man
ihn aufmerksam macht auf die Erfahrungseventualitäten
Soll ich Geld event bereithalten. Jetzt könnte ich es event machen; besser als vor
einigen Jahren.
ALS (SzZuZB, Nachlass H. Zangger, Kopialbuch 20-130r). Schulmann 2012, pp. 410–412. [40 029].
[1]Dated by the document’s position in the Kopialbuch and the Bellinzona train crash.
[2]Einstein had postponed his planned trip to Zurich following the cancellation of his participation
in the fifth International Congress of Philosophy in Naples (see Doc. 235).
[3]For a planned visit of Niels Bjerrum, Arnold Eucken, and Jean Perrin, see Doc. 243. Kasimir
Fajans (1887–1975) was Extraordinary Professor of Chemistry at the University of Munich.
[4]The Bellinzona train crash in the canton of Ticino (see Doc. 238, note 5).
[5]On the house purchase, see Doc. 242.
[6]Eduard Einstein was attending the second form of the Gymnasium at the Kantonsschule in
Zurich. The apartment was located at Büchnerstrasse 3.
[7]Eduard and Hans Albert Einstein.
[8]Richard Willstätter (1872–1942) was Professor of Chemistry at the University of Munich. Zang-
ger resided at Bergstrasse 25.
[9]Robert Geissberger.
[10]Hans Albert Einstein.
247. To Betty Neumann
[Kiel,] 14. V. 24
Liebes Betty’chen!
Grad kam Dein zweiter Brief und ausserdem ist auch in unserer nördlichen Ecke
herrlicher Frühling eingezogen. Und, was das Beste ist, in 14 Tagen werde ich Dich
wieder in der Nähe haben und es wird aus sein mit der würdigen Einsamkeit, die
auf die Dauer weder durch bequemes Leben noch durch Arbeit noch durch sonst
was versüsst werden kann. Die Natur versteht es sich bei uns Menschlein Gehor-
sam zu verschaffen. Am besten ist es noch man fügt sich ohne viel Widerstreben in
ihren Willen. Mein Leben hier hat etwas Königliches. An einer Seitenbucht der
Kielerbucht unmittelbar am Wasser steht das Grundstück mit der Fabrik, einem ge-
gen das Wasser abfallenden Garten und einem geräumigen Hause, in dessen Erd-
geschoss ich allein
wimmle[1]
Da grüble ich, spiele Klavier, lese schreibe und neh-
me meine Mahlzeiten ein. Morgens allein, abends mit Herrn Anschütz, der ein
Feinschmecker ist, sodass ich wider Willen ein Schlemmerleben führen muss. Im
Wasser liegt das Segelschiff, immer zum Gebrauch
bereit.[2]
Mittags essen alle lei-
tenden Männer der Fabrik zusammen, sodass auch für Abwechslung im Gespräch
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