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ALS. [143 153].
[1]Dated by his reference to the colloquium in Berlin on 28 May (see Doc. 254).
[2]Henryk Doktorowicz, who planned to establish a Jewish university in Danzig (see Doc. 242).
[3]Maja Winteler-Einstein.
[4]Herta Helene Katz.
[5]The recently published paper of Bohr, Kramers, and Slater 1924b; see Doc. 256, note 2, and the
Introduction, pp. lx–lxii.
[6]At this point in the original text, Einstein indicates a footnote: “Jeden Tag blicke ich mich um,
ob mir noch kein Fischschwanz gewachsen ist.”
[7]Walther Kossel.
[8]Hermann Anschütz-Kaempfe.
[9]Max Fabian (1873–1942) was a physician and government medical officer of health.
[10]Margot, Rudolf, and Fanny Einstein.
252. To Ilse Kayser-Einstein and Rudolf Kayser
[Kiel,] Mittwoch. [21 May
1924][1]
Liebe Ilse und lieber Rudi!
Ich habe das Bedürfnis, Euch auch einmal einen direkten Gruss von meiner
Klause zu senden. Es ist so hübsch da, dass ich mich fast selber beneiden könnte.
Ich bewohne eine ganze Etage allein. Niemand ist ausser mir da als manchmal ein
riesiger Kater, der auch den Geruch im meinem Zimmer hauptsächlich bestimmt,
da ich in dieser Beziehung nicht imstande bin, erfolgreich mit ihm zu konkurrieren.
Nun ist es aber bald zu Ende mit der Idylle, weil ich nächsten Mittwoch in Berlin
predigen
muss.[2]
Arme Ilse, zwar reich an Liebe, aber arm an Hunger und Kräften!
Von
Mama[3]
höre ich, dass Du tüchtig krochzest wie noch nie. Scham und bessere
Dich. Wenn ich komme, will ich mir auch einmal Dein Königreich d. h. Eure Bude
ansehen und sie mit der vergleichen, die ich mit meiner Verflossenen zuerst
bevölkerte.[4]
Immerhin waren wir dort die einzigen Einwohner und hatten ein Ge-
müsegärtchen; dagegen bist Du reicher mit Mobiliar ausgestattet.
Einstweilen wünscht Euch vergnügte Zeit Euer
“Vater Albert.”
P. S. Dies Briefchen geht via Mutter aber ohne deren Aufforderung an Euch ab.
ALS. [122 783].
[1]Dated by reference to his stay in Kiel and his upcoming lecture in Berlin (see note 2 and
Doc. 254).
[2]His planned report on Bohr, Kramers, and Slater 1924a at the Berlin colloquium (Doc. 256).
[3]Elsa Einstein.
[4]Mileva Einstein-MariF. After their wedding on 6 January 1903, Einstein and Mileva first resided
at Tillierstrasse 18, and then at Kramgasse 49, both in Bern (see Vol. 5, Chronology, p. 617).
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