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fangs August kommen die Buben und ich in Lautrach zusammen. Anschütz
wünscht das sehr und hat die Buben so
gern.[6] Sommerfeld[7]
wird dann zu dieser
Zeit nicht eingeladen, sodass es ganz gemütlich wird. Wegen der Pässe wird es kei-
ne Schwierigkeiten haben, und die Reisespesen bis Lautrach sind auch unerheb-
lich. Ob ich dieses Jahr mit Dir, l. Albert, nach Kiel gehen kann, weiss ich noch
nicht; es ist aber für mich das Allerliebste. Wenn nur Tete auch einmal kommen
könnte.
Es freut mich, dass Du, l. Albert, so viel Freude an Deinem Fach
findest.[8]
An-
schütz würde Dich gern als seinen Nachfolger sehen; aber es liegt mir ferne, irgend
einen Einfluss auf Dich ausüben zu wollen. Diese wichtigsten Entscheidungen im
Leben muss jeder für sich selbst treffen. Nach Lautrach aber solltet Ihr Anfangs
August kommen, wenn irgend möglich. Schreibt mir gleich ja oder nein, damit ich
es Anschütz schreibe, der es wegen der Dispositionen wissen muss.
Herzliche Grüsse von Euerm
Papa.
ALSX. [75 630].
[1]They had purchased the house on 26 May (see Doc. 265).
[2]The house was purchased with his Nobel Prize money.
[3]He had accepted the invitation to lecture at the annual meeting of the Schweizerische Naturfor-
schende Gesellschaft (see Doc. 226).
[4]Einstein had expressed his willingness to rejoin the International Committee on Intellectual
Cooperation in late May (see Doc. 258).
[5]Eduard Einstein, Mileva Einstein-MariF, and Hans Albert Einstein.
[6]Hermann Anschütz-Kaempfe had established a retreat at the Lautrach Castle.
[7]Arnold Sommerfeld.
[8]Engineering at the Eidgenössische Technische Hochschule.
273. To Pierre Comert
[Berlin,] 25. VI. 24
Lieber Herr Comert!
Ich danke Ihnen herzlich für Ihr Telegramm und für Ihren freundlichen Brief. Es
ist ein gutes Zeichen für die liberale und grosszügige Einstellung der Männer des
Völkerbundes, dass sie mich nach meiner harten Absage im vorigen Jahre wieder
gewählt
haben.[1]
Wie glücklich haben sich die europäischen Verhältnisse seitdem
geändert! Überall Hoffnung und guter Wille. Nur bei uns ist das Eis noch nicht ge-
schmolzen, und dafür muss nun gearbeitet werden. Die gewünschte Erklärung für
die amerikanische Presse füge ich bei im Sinne eines
Entwurfes.[2]
Wenn Sie einen
anderen Text vorziehen würden, bin ich gern zur Abänderung bereit. In diesem Fal-
le bitte ich Sie, mir einen abgeänderten Entwurf zu senden.
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