D O C U M E N T 2 9 2 J U L Y 1 9 2 4 4 5 7
292. To Elsa Einstein
[Geneva,] Donnerstag 26. [24] VII
[1924][1]
Liebe Else!
Vorgestern machten wir (Langevin Frau Curie mit
Tochter[2]
ein Engländer und
ich) einen Ausflug nach
Nyon[3]
und in die Höhe von dort. Es überraschte uns ein
gewaltiges Gewitter. Es war aber sehr hübsch. Gestern war der erste Verhandlungs-
tag.[4]
Ich hatte einen recht günstigen Eindruck im Ganzen von den Leuten und ih-
ren Zielen. Auch die Umstände für das Eintreten Deutschlands scheinen günstig,
wie ich aus mehreren unabhängigen Gesprächen entnommen habe.
Comert[5]
ist
nicht hier, kommt aber bald. Mit mir sind die Leute recht freundlich trotz meines
Schrittes vom letzten
Jahr.[6]
Dieser war mehr temperamentvoll als weise. Aber
nun ist es vorbei. Die Geschichte hier dauert bis zum 29., dann gehe ich nach Zü-
rich, um die Buben
abzuholen.[7]
Langevin reist heute wieder ab, weil er nur für
gewisse Sitzungen als Experte da
war,[8]
aber nicht Mitglied der Kommission ist.
Gestern Abend waren wir im Offenbachschen
Orpheus.[9]
Schön trotz etwas roher
Aufführung.
Beste Grüsse an Dich, Margot und die Eltern von Deinem
Albert.
Schreib mir die
Ferienadresse[10]
nach Lautrach.
AKS. [143 159]. The postcard is addressed “Frau Elsa Einstein Haberlandstrasse 5 Berlin,” and post-
marked “Genève-Ambulants 24.VII.24. –14.”
[1]Date corrected due to the postmark and the fact that 24 July was a Thursday.
[2]Paul Langevin; Marie Curie-Sk¤odowska; Ève Curie.
[3]Nyon is located approximately 25 kilometers northeast of Geneva.
[4]Of the fourth session of the International Committee on Intellectual Cooperation (ICIC).
[5]Pierre Comert.
[6]His resignation from the ICIC in March 1923 (see Einstein to Pierre Comert, 21 March 1923
[Vol. 13, Doc. 447]).
[7]He planned to vacation with Hans Albert and Eduard in Lautrach.
[8]Paul Langevin.
[9]The opéra bouffon “Orphée aux enfers” by Jacques Offenbach.
[10]At the Baltic Sea (see Doc. 302).
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