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[1]See Einstein 1924o (Doc. 283).
[2]Einstein 1916n (Vol. 6, Doc. 38), published in 1917.
434. From Adolf Smekal[1]
Wien IV Schikanedergasse 13/11. 5. Februar 1925.
Hochverehrter Herr Professor!
Als ich Ihre Untersuchung über die Quantentheorie der einatomigen idealen
Gase[2]
jüngst etwas eingehender studierte, um sie für die Physikalischen Berichte
referieren zu können, sind mir einige Bedenken aufgestiegen, denen ich in Zusät-
zen von der Hand des Referenten Ausdruck verleihen zu sollen geglaubt habe. Vor
allem scheint mir die Bosesche Statistik an einem prinzipiellen Mangel hinsichtlich
der Beziehung ihrer Ergebnisse zu den makroskopisch wahrnehmbaren Zuständen
warmer Körper zu leiden. Besonders schwerwiegend erscheint mir aber die Art der
von Ihnen vorgenommenen Zellen-Abzählung; wenn beim absoluten Nullpunkt
nur eine Zelle übrig bleiben soll, so scheint mir das auf eine implizite Festlegung
einer Nullpunktstranslation hinauszulaufen, welche mir wegen der Rolle, die das
Volumen hierbei spielt, bedenklich vorkommt. Ich erlaube mir daher, Ihnen anbei
eine Abschrift meiner Referate über Ihre und die Bosesche
Untersuchung[3]
beizu-
legen, für den Fall, dass Sie an diesen Bedenken Interesse nehmen sollten. Wie mir
Thirring[4]
telephonisch mitteilt, sollen Bedenken gegen die Bosesche Statistik üb-
rigens bereits auch von Hrn.
Halpern[5]
erhoben und Ihnen brieflich mitgeteilt wer-
den sein.
Mit den besten Empfehlungen zeichnet Herrn Professor stets in Dankbarkeit er-
gebener
Adolf Smekal
TLS. [44 907]. The letter is addressed “Herrn Professor Dr. Albert Einstein Berlin W 30 Haberlandstr. 5.”
[1]Smekal (1895–1959) was Privatdozent in physics at the University of Vienna.
[2]Einstein 1924o (Doc. 283).
[3]See [44 908], a typescript of Smekal’s reviews of Bose 1924a (in Doc. 278) and Einstein 1924o
(Doc. 283), which appeared without corrections in Physikalische Berichte 6 (1925), pp. 494–495,
495–496. The only difference between the typescript and the published version is that Smekal’s type-
written review of Einstein’s paper ends with a comment on Gibbs’s paradox that was not included in
the published version: “(The resolution of this paradox appears to me possible only at the cost of giv-
ing up the above method of determining the number of cells. The Reviewer” (“(Die Aufklärung dieses
Paradoxons scheint mir nur bei Aufgabe vorstehender Methode zur Zellenanzahl-Bestimmung zu
gelingen. D. Ref.)”). For Einstein’s comments on Gibbs’s paradox, see Einstein 1924o (Doc. 283),
p. 265, and Einstein1925f (Doc. 385), p. 10.
[4]Hans Thirring.
[5]For Otto Halpern’s critical remarks, see Doc. 308, and for Einstein’s reply, see Doc. 309.
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