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Königin erhielt den Ehrendoktor
juris.[2]
Abends war ein enorm deftiges Festessen
mit unzähligen Reden, wo ich neben zwei recht interessanten Männern sass. Wann
ich wieder in Berlin eintreffe weiss ich noch nicht, spätestens Samstag Morgen. Eh-
renfests geht es gut. Sie lassen grüssen. Die Pariser Sitzung ist wohl erst nach mei-
ner Abreise nach
Südamerika.[3]
Seid alle bestens gegrüsst von Deinem
Albert.
Wegen Eisner habe ich an den massgebenden Mann geschrieben; er wohnt in
Amsterdam[4]
Hoffentlich hilft es.
AKS. [143 190]. The card is addressed “Frau Elsa Einstein Haberlandstr. 5 Berlin” and postmarked
“Leiden 10.2.25. 3–4V[oormiddag].” Greetings by Paul Ehrenfest are omitted.
[1]Einstein had attended the 350th anniversary of the founding of the University of Leyden on
9 February 1925. He wore the blue cap and hood he had received when he was awarded an honorary
doctorate at the University of Madrid on 8 March 1923 (see Nieuwe Rotterdamsche Courant, 10 Feb-
ruary 1925, ME). Einstein and the other professors had marched in their gowns from the
Academiegebouw to the Pieterskerk, the church where the ceremony took place (see Nieuwe Rotter-
damsche Courant, 9 February 1925, EE).
[2]The ceremonial lecture was delivered by the rector of the university, Anthony Johannes Blok,
Professor of Law (see Nieuwe Rotterdamsche Courant, 9 February 1925, EE). After the ceremony,
Queen Wilhelmina briefly spoke to Einstein (see Nieuwe Rotterdamsche Courant, 10 February 1925,
ME).
[3]The fifth session of the International Committee on Intellectual Cooperation was scheduled for
11–17 May. Einstein planned to leave for South America on 5 March (see Docs. 439 and 449).
[4]Probably a reference to Robert Eisler (see Doc. 428).
437. From David Hilbert
Göttingen, den 14. Febr. 1925
Anlässlich der Bedenken, welche im Zusammenhang mit der Frage der Einla-
dung französischer Mathematiker zur Mitarbeit an dem Riemannband entstanden
sind, und mit Rücksicht darauf, dass eine unverbindliche Fühlungnahme mit Herrn
Langevin vor Bekanntwerden dieser Bedenken schon stattgefunden
hat,[1]
haben
die Herausgeber der Annalen einmütig folgenden Beschluss gefasst: Kollege Ein-
stein soll darum gebeten werden, Herrn Langevin mitzuteilen, dass spezielle per-
sönliche Aufforderungen an Ausländer zur Mitarbeit am Riemannband nicht weiter
ergehen werden, dass jedoch Beiträge, die durch Vermittlung von Langevin bzw.
Einstein rechtzeitig an die Annalen-Redaktion gelangen, im Falle ihrer Eignung in
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