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Verhältnissen beim Ministerium einer starken Unterstützung bedarf, so wäre ein
Gutachten von Ihrer Seite äusserst wertvoll. Ich erinnere mich mit Vergnügen jener
Worte, die Sie über Kottler zu mir und
Lampa[6]
bei Ihrem letzten Wiener Aufent-
halt geäussert haben.
Indem ich nochmals im Namen meiner
Frau[7]
und in meinem Namen die Hoff-
nung ausspreche, Sie und vielleicht auch Ihre Frau Gemahlin bei uns auf langere
Zeit zu sehen, bin ich in der angenehmen Erwartung, baldigst von Ihnen Nachricht
zu haben mit den besten Grüssen Ihr treu ergebener
Ehrenhaft
TLS. [10 372]. Written on letterhead “Professor Dr. F. Ehrenhaft Vorstand des III. Physikalischen In-
stitutes Universität Wien,” and addressed “Hochwohlgeboren Herrn Professor Albert Einstein Ber-
lin.”
[1]The etching was based on a photograph taken by Ferdinand Schmutzer (1870–1928), an Aus-
trian photographer, during Einstein’s visit to Vienna in January 1921 (see Vol. 12, Illustration 19).
[2]Apparently he had in mind Lorentz et al. 1920, a new edition of Lorentz et al. 1915, which added
Einstein 1911h (Vol. 3, Doc. 23), Einstein 1916e (Vol. 6, Doc. 30), Einstein 1916o (Vol. 6, Doc. 41),
Einstein 1917b (Vol. 6, Doc. 43), and Einstein 1919a (Vol. 7, Doc. 14) to the previous editions, while
omitting Lorentz 1910.
[3]In 1922, Ehrenhaft was one of seventeen nominators who proposed Einstein for the Nobel Prize.
See Pais 1982, p. 510.
[4]Kottler (1886–1965) was Privatdozent in Mathematical Physics at the University of Vienna.
[5]Hans Thirring (1888–1976) was Extraordinary Professor of Theoretical Physics at the Univer-
sity of Vienna.
[6]Anton Lampa (1868–1938) was Extraordinary Professor of Theoretical Physics at the Univer-
sity of Vienna.
[7]Olga Ehrenhaft-Steindler (1879–1933).
16. To Maurice Solovine[1]
Berlin, den 14. I. 22.
Lieber Solovine!
Viele Arbeit und der Horror gegen das Bücherschreiben machen es mir unmög-
lich, das Gewünschte zu
schreiben.[2]
In Bälde bekommen Sie meine Princetoner
Vorlesungen.[3]
Mit der edition muss aber gewartet werden bis dieselben in Ame-
rika erschienen sind. Bedingung für den Verleger: 20% des Verkaufspreises, davon
bekommen Sie 5%, ich den Rest.
Mit herzlichen Grüssen Ihr
A. Einstein.
L. S. Frau Untermyer schreiben Sie am besten englisch, damit sie sieht, dass Sie es
können.[4]
Sie müssen ihr aber auch sagen, dass Sie noch besser deutsch und fran-
zösisch können. Sie müssen ihr auch sagen, dass wir als junge Männer viel Zeit zu-
sammen verbracht und Studien zusammen betrieben
haben[5]
Selbstbewusstes
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