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gedacht werden muss. Ich glaube jetzt auch, dass alle diese Versuche auf rein forma-
ler Basis die physikalische Erkenntnis nicht weiter bringen werden. Vielleicht hat die
Feldtheorie schon alles hergegeben, was in ihren Möglichkeiten liegt. Inbezug auf
das kosmologische Problem bin ich nicht Ihrer
Meinung.[3]
Nach De Sitter laufen
zwei genügend voneinander entfernte materielle Punkte beschleunigt auseinander
¢und². Wenn schon keine quasi-statische Welt, dann fort mit dem kosmologischen
Glied.
Seien sie herzlich gegrüsst von Ihrem
A. Einstein.
AKS (SzZuETH, Hs. 91:555). [24 080]. The card is addressed “Herrn Prof. Dr. H. Weyl Technische
Hochschule Zürich (Schweiz).” In another hand was added: “Bolaistr. 52.” The card is postmarked
“Berlin-Wilmersdorf 23.5.23 4–5N[achmittags].”
[1]See Docs. 30, 33, and 36.
[2]Probably the proofs of Einstein 1923n (Doc. 52).
[3]See Weyl 1923b, in which Weyl argued that the De Sitter cosmology was preferable over Ein-
stein’s cosmological model.
41. To Georg Maschke
Berlin, den 24. V. 23.
Lieber Herr Maschke—
Leider haben Sie wie es scheint meine Karte aus Leyden nicht erhalten, in der
ich Ihnen eine Zusammenkunft vorschlug.
Beiden Projekten ist mit Vorsicht, aber nicht mit unbedingter Ablehnung zu
begegnen.[1]
Das Flugzeug für grosse
Höhen[2]
dürfte wohl nur für militärische
Zwecke in Betracht kommen, wegen der grossen Lebensgefahr und hauptsächlich
wegen der ungeheuren Druckkräfte, die die Wandungen von innen her auszuhalten
haben. Auch besteht die Schwierigkeit des für die Führung verhängnisvollen
Beschlagens und Vereisens der Fenster. Die technische Durchführung dürfte erheb-
liche Menschenopfer kosten. Der Motor mit
Selbstzündung[3]
entspringt einem
vernünftigen Gedanken, aber die Schwierigkeiten sind beträchtlich, wehe, wenn
die Zündungskammer sich mit Schmieroel füllt; ausserdem dürfte es nicht leicht
sein, die Explosion aus dem überkomprimierten Raum durch eine notwendiger
Weise enge Oeffnung in den Hauptkolben-Raum weiter zu leiten. Da jedoch ein
Versuch nicht sehr kostspielig sein dürfte, ist die Sache nicht ohne Weiteres von der
Hand zu weisen. Wenn sich die Erfindung bewähren würde, könnte die Sache be-
deutend werden, zuerst müsste man sehen, ob die vom Erfinder in Aussicht genom-
mene Konstruktion irgend welche Aussicht auf Gelingen bietet.
Es grüsst Sie freundlich Ihr
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