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DOCUMENT 25 SEPTEMBER 1896
Thalrichtung
Moräne
Moräne
das Wasser
abgerundet.
Sie werden dann durch das Gletscherwasser fort-
geführt
und
abgelagert,
wenn
die
Stoßkraft
des
Wassers nicht mehr hinreicht
sie
weiter
zu
bewegen.
Solche
abgelagerte gerundete, gekritzte
Gesteine finden
sich oft da,
wo
jetzt
ein
erodierender Fluß
fließt,
der keine Gesteine
ablagert,
weil die
Ablagerung
in einem weite[5]
oben befindlichen
See
geschiet.
Ist dieser
See
durch
die
Struktur
des
Gebirges
bedingt, so
ist
es
sicher,
daß
in solchen
Ablagerungszeiten
der Gletscher über den
See
hinausgereicht
hat.
Lassen
sich,
wie
zum Beispiel
in Aarau,
verschiedene Perioden
von
solchen Abla-
gerung
unterscheiden
(Kiesterrassen),
so
ist dies ein
Beweis,
daß
ein
Gletscher
verschiedene Male den
See
überschritten
hat,
so
daß
Ablagerung erfolgte,
und ebenso
oft zurückwich,
was
ein
Zeitalter der Erosion
für die
weiter
unter
dem
See
liegenden
Landschaften bedeutet.
Alle die
abgeleiteten
Kriterien finden
sich in der
Schweiz.
Das Gebiet der
erratischen
Blöcke
erstreckt
sich bis
nach Deutschland. Die Fundorte
gleichartiger
solcher
Blöcke
von
gleicher
Gesteinsart bilden breite
Streifen,
welche sich
gegen
das
Gebirge
hin
verengen
und einer
Gebirgsgegend
zuführen,
in welcher dieses
Gestein
anstehend
ist. An Thalwänden,
wo
keine
Spur
von
Gletschern
mehr vorhanden
ist
sind,
findet
sich die
charakteristische
Streifung
(Alpenreihe).
Es lassen sich
verschiedene
Moränen-
systeme
unterscheiden,
welche
auf
periodische,
in verschiedenen Gletscher-
gebiehten analoge
Stillstände bezeichnen.
Die
Kiesterrassenbildung
findet
sich vielfach
und deutet auf verschieden
Vergletscherungen
hin.
[5] Should
be
"weiter."
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