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ity; (iii) the possibility of a classical interpretation of the consequences drawn from the special theory;
and (iv) the lack of a deeper knowledge of the theory among the members of the Committee for Phys-
ics and questions of prejudices and personal sympathies.
Carl W. Oseen, a new member of the Nobel Committee, submitted reports to the committee in
which Einstein’s explanation of the photoelectric effect was presented as a discovery of a fundamental
law and the foundation of Bohr’s atomic theory. He thus managed to overcome the committee’s, and
Arrhenius’s, years-long resistance to awarding Einstein the prize. For details, see Friedman 2001,
chap. 7.
386. From Niels Bohr
[Copenhagen,] 11. November
22.[1]
Lieber Professor Einstein,
Ich möchte gern meine herzlichsten Glückwünsche aussprechen zu der Ertei-
lung des Nobelpreises. Die äussere Anerkennung kann ja nichts für Sie bedeuten,
aber die zugehörigen Geldmitteln dürften vielleicht eine Erleichterung in Ihren Ar-
beitsverhältnissen bewirken.
Für mich war es die grösste Ehre und Freude, die ich durch äussere Umstände
wohl bekommen konnte, dass ich zur selben Zeit wie Sie bei der Preisverteilung in
Betracht kommen
sollte.[2]
Ich weiss, wie wenig ich dies verdient habe, aber ich
wollte gern sagen, dass ich es als ein grosses Glück gefühlt habe, dass—ganz un-
abhängig von Ihrem grossen Einsatz in der menschlichen Gedankenwelt—der von
Ihnen gegebene grundlegende Beitrag auf dem spezielleren Gebiet, wo ich arbeite,
ebenso wie die Beiträge von Rutherford und Planck auch rein äusserlich anerkannt
werden sollte, bevor ich zu einer solchen Ehre in Betracht gezogen
wurde.[3]
Mit den herzlichsten Grüssen an Sie und Ihre Frau von meiner Frau und mir. Ihr
ergebener
TLC (DkKoNBA). Bohr 1977, p. 685. [8 073].
[1]The first “2” is in an unknown hand.
[2]Einstein had just received the Nobel Prize for Physics for the year 1921 (see the preceding doc-
ument), while Bohr was awarded the physics prize for the year 1922 “for his services in the investi-
gation of the structure of atoms and of the radiation emanating from them” (see Schück and Sohlman
1929, p. 331).
[3]Ernest Rutherford received the Nobel Prize for Chemistry in 1908, and Max Planck, for Physics,
in 1918.
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