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Arbeiten, die vor dem Kriege ausgeführt wurden, können jetzt infolgedessen
nicht mehr ausgeführt werden?
In welchen Ziffern drückt sich die Notlage aus? (Rückgang der Studierenden,
der Bücher, der Zeitschriften, der Apparate und des sonstigen Materials?)
Welche Behelfe und welche Ersatzmittel werden angewandt?
Hat der Notstand im letzten Jahre sich verschärft, ist er gleichgeblieben oder
hat er sich verringert?
Wie wirkt die Hilfe des Auslandes und die deutsche Notgemeinschaft der
Wissenschaften?
Welche praktischen Anregungen wüssten Sie selbst zu geben zur weiteren
Förderung Ihrer Wissenschaft und Ihres Instituts?
Ihr Beitrag wird, wenn er rechtzeitig bei uns eingeht, mit Mk. 10 000.– honoriert
werden. Wir wären Ihnen besonders dankbar, wenn Sie uns unter Benutzung der
einliegende Freikarte mitteilen wollten, ob wir auf Ihre Mitwirkung rechnen kön-
nen.
Mit ausgezeichneter Hochachtung
Vossische Zeitung Redaktion
Goetz
TLS (GyBP, I. Abt., Rep. 34, Nr. 11, Mappe Vossische Zeitung). [82 714]. Written on the letterhead
of the Vossische Zeitung and addressed “An den Direktor des Kaiser-Wilhelm-Inst. für Physik, Berlin-
Dahlem.”
445. From Svante Arrhenius
Stockholm, Experimentalfältet 17/3 1923.
Sehr verehrter Herr Kollege
Ich erhilte im Februar Ihren liebenswürdigen Brief vom 10 Januar und danke be-
stens
dafür.[1]
Die Nobelstiftung hat das Geld auf meinem Vorschlag in einer Bank deponiert,
wo 3 % Zinsen mit 14-tägiger Kündigung bezahlt werden. Die Angabe dass die
Überreichung des Preises in Juni erfolgen sollte, ist nicht richtig. Der hiesige deut-
sche Botschafter, Hr.
Nadolny[2]
hat die betr. Dokumente schon entgegengenom-
men. Nun könnten Sie natürlicherweise am nächsten 10. Dec. an einer
Preisverteilung teilnehmen wenn Sie wünschen ein solches Fest
mitzuerleben.[3]
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