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ins Handwerk pfuschen, wenn andere schon angefangen haben; ich warte also dar-
über noch Ihre Antwort ab. Dieser Apparat wird, fürchte ich, auch Schwierigkeiten
bieten. Soll das Wasser langsam verdunsten ohne Blasenbildung? Dann wird es
wohl schwierig sein, in kurzer Zeit eine genügende Menge zu verflüchtigen. Oder
soll das Wasser kochen? In diesem Falle bilden sich massenhaft die sogenannten
Wasserfallionen, wie sie in jedem Gas auftreten, das durch eine Waschflasche ge-
leitet worden ist. Sobald aber Ionen auftreten, so ist zu erwarten, dass die mitge-
führten Ionen die Massenladung des Dampfstrahles ausgleichen. Man muss also
diese Ionen durch eine sogenannte Ionenfalle absorbieren. Hiezu kann man entwe-
der den überhitzten Dampf durch einen Kondensator leiten oder man kann die Io-
nen durch Abkühlen des Dampfes soweit vergrössern, dass sie durch Filter oder
Centrifugaltopf abgeschieden werden können. In beiden Fällen aber begegnen wir
der von Ihnen erwähnten Schwierigkeit dass Ionen von der Wandung des Apparates
abgerissen werden können. Das Heizen durch eine Induktionsspule wird sehr gut
gehen, besonders wenn man im Innern des Gefässes einen Eisenkern anbringt, der
mit Kupferdraht umwickelt ist.
Ich bedauere sehr, dass Brüssel nicht auf dem Wege zwischen Leiden und Berlin
liegt; denn die Arbeit wäre viel leichter, wenn Sie mir mit Ihren Ratschlägen näher
zu Hand wären.
Indem ich Ihnen nochmals danke, dafür, dass Sie mir erlaubt haben, in diesem
Gebiete zu arbeiten, verbleibe ich mit vorzüglicher Hochachtung Ihr ergebener
A. Piccard.
ALS. [19 197]. There are peforations for a loose-leaf binder in the margins of the document.
[1]Piccard (1884–1962) was Professor of General Physics at the Free University of Brussels.
[2]In Piccard and Kessler 1925 it is reported that, in the discussion following his lecture at the
Schweizerische Naturforschende Gesellschaft in Lucerne (Einstein 1924p [Doc. 332]), Einstein had
proposed that the charge of the proton might be a small fraction larger (in absolute value) than the
electron charge. If that were the case, bulk matter would no longer be exactly neutral, and convective
currents would exist in the Earth, giving rise to its magnetic field. A deviation from unity of
in the ratio of the charges would give the right order of magnitude for the Earth’s magnetic field. A
ratio of the same order of magnitude is found from the equation , with Δe and Δm the
differences in charge and mass between a proton and an electron and G the gravitational constant (see
Doc. 332, p. 92, footnote, for an explanation of this equation). Piccard was testing Einstein’s idea
experimentally.
[3]The idea is to evaporate a mass of water to produce an ion-free vapor and then have the vapor
condense quickly in an insulated vessel, which is connected to an electrometer. If the condensate is
not exactly neutral, the electrometer will indicate it (see also Doc. 343 for details).
[4]“Schutzhülle”
[5]“Einfaden electrometer”
[6]“50 bis 200 V”
[7]“Umschalter”
[8]“Zwi[schenwall]”
[9]“Ventilator”
[10]“Kondensator”
3 10–19 ×
Δe Δm G =
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